Triggerpunkt- Stoßwellentherapie (TPST)

Vor einigen Jahren ist durch Zufall entdeckt worden, dass die kurze und starke Druckerhöhung im Muskelgewebe, wie sie bei der Anwendung von Extracorporalen Stoßwellen entstehen, die eigentlich für die Zertrümmerung von Nierensteinen entwickelt wurden, für die Diagnostik und für die Therapie der Triggerpunkte in der Muskulatur sehr gut geeignet sind.

Ein gesunder Muskel reagiert auf Stoßwellen kaum merkbar – auch wenn Sie mit hoher Stoßwellenenergie, mit der Sie leicht Nierensteine zum Platzen bringen könnten auf einen gesunden Muskel schiessen, ist dies im Muskel vielleicht als leichtes klopfen aber eigentlich nicht recht wahrnehmbar.

Wenn aber die kurze und kräftige Druckerhöhung im Gewebe, die die Stoßwelle verursacht auf einen Triggerpunkt einwirkt, wird sofort ein Schmerz ausgelöst, und dies oft auch schon mit viel niedrigeren Stoßwellenenergien. Der Schmerz kann am Ort des Triggerpunktes aber auch an einem ganz anderen Ort (als Übertragungsschmerz) wahrgenommen werden.

So ist der Triggerpunkt als Ursache des an anderer Stelle wahrgenommenen Schmerzes gefunden worden.

Wenn nun über die Schmerzauslösung der Triggerpunkt (TP) als Schmerzverursacher gefunden wurde, wird der TP mit einigen hundert (bei hartnäckigen TP manchmal auch ein paar tausend) Schuss mit der Stoßwelle (deren Intensität nun soweit heruntergeregelt wurde, dass kein unerträglicher Schmerz mehr ausgelöst wird) behandelt und der Patient spürt sofort ein nachlassen der Schmerzauslösung. Der TP wird dabei aber nicht zertrümmert wie der Nierenstein! Durch die kurze Druckerhöhung im Gewebe werden aus den Zellen Substanzen freigesetzt, die den Heilungsvorgang bewirken. Nach der ersten Behandlung kann der TP sich wieder erholen, nach einigen Therapiesitzungen ist er aber in der Regel dauerhaft beseitigt – so können oft auch seit Jahren bestehende Schmerzen endgültig vermindert oder ausgelöscht werden.

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